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Erster Tag in der Ausbildung: Dinge, die ich gern vorher gewusst hätte

Die P-J GmbH berät Auszubildende.
Bild von Freepik.

Der erste Tag in der Ausbildung ist für viele Jugendliche und Auszubildende eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Du triffst neue Menschen, bekommst viele Informationen auf einmal und willst zeigen, dass du motiviert bist. Genau dabei entsteht schnell Druck, obwohl er gar nicht nötig ist. Die P-J GmbH möchte dir mit diesem Beitrag eine einfache Orientierung geben: Du musst am ersten Tag nicht alles können. 

Vor dem Start: So gehst du morgens entspannter los 

Ein ruhiger Morgen macht den ganzen Tag leichter. Zieh Kleidung an, die ordentlich und eher neutral ist. Plane extra Zeit für den Weg ein, denn am ersten Tag findet man nicht immer sofort den richtigen Eingang oder der ÖPNV kommt später.  
 
Pack dir ein Notizbuch und einen Stift ein, etwas zu trinken und einen kleinen Snack. Dein Handy sollte geladen sein, aber im Betrieb stellst du es am besten erstmal auf lautlos. 

Ankommen im Betrieb: Der erste Eindruck entsteht leise

Wenn du 10–15 Minuten früher da bist, startest du ohne Hektik und wirkst automatisch zuverlässiger. Stell dich kurz vor, du brauchst keine perfekte „Bühnen-Version“ von dir. Ein freundliches „Hallo, ich bin …, heute ist mein erster Tag“ reicht völlig.  
 
Wichtig ist, dass du dir gleich Orientierung holst: Wo meldest du dich an? Wo ist dein Arbeitsplatz? Und vor allem: Wer ist dein Ansprechpartner oder deine Ansprechpartnerin, wenn du Fragen hast? Damit weißt du sofort, an wen du dich wenden kannst, ohne dich unwohl zu fühlen. 

Im Alltag: Notizen, Fragen und kleine Schritte

Am ersten Tag prasselt viel auf dich ein. Deshalb sind Notizen dein bester Helfer: Schreib dir Namen, Abläufe, wichtige Begriffe und Zuständigkeiten auf. Das wirkt nicht unsicher, sondern zeigt, dass du es ernst meinst. Wenn du etwas nicht verstanden hast, frag nach. Lieber einmal kurz klären als später Fehler machen.  
 
Und wenn dir doch ein Fehler passiert, ist das normal. Sag ehrlich, was passiert ist, und frag nach der richtigen Vorgehensweise. Genau so lernst du am schnellsten und wirkst gleichzeitig zuverlässig.

Die P-J GmbH hilft dir, deinen Ausbildungsbetrieb zu finden.
Bild von Freepik.

Team-Regeln, die keiner aufschreibt (aber alle kennen) 

Viele Dinge im Betrieb stehen nicht in einem Handbuch.  
Beobachte, wie die Stimmung im Team ist: Wird geduzt oder gesiezt? Wie laufen Pausen ab? Wann ist ein guter Moment, um Fragen zu stellen? Du musst nicht sofort alles perfekt treffen – es reicht, wenn du aufmerksam bist und dich Schritt für Schritt anpasst.  

Auch beim Thema Handy und Social Media gilt: Erst Regeln kennen, dann handeln. In vielen Betrieben sind Fotos oder Posts nicht erlaubt oder nur unter Bedingungen möglich. Eine kurze Nachfrage schützt dich vor Ärger und zeigt Respekt gegenüber Kolleginnen und Kollegen. 

Jugendschutz in der Ausbildung: Deine Grenzen zählen 

Gerade für minderjährige Auszubildende ist es wichtig zu wissen: Du hast besondere Schutzrechte. Wenn du unter 18 bist, gilt für dich das Jugendarbeitsschutzgesetz.  
Es regelt unter anderem Arbeitszeiten, Pausen und Tätigkeiten, damit du nicht überfordert oder gefährdet wirst. 

Das bedeutet zum Beispiel: Du darfst nicht unbegrenzt lange arbeiten, du hast Anspruch auf passende Pausen und es gibt Aufgaben, die Minderjährige nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen übernehmen dürfen.  

Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, etwa keine Pause, sehr lange Arbeitszeiten oder Tätigkeiten, bei denen du dich unwohl fühlst, sprich das an. Der beste erste Schritt ist meist deine Ansprechperson oder deine Ausbilderin/dein Ausbilder. 

Die Checkliste für deinen ersten Tag

Damit du alles schnell im Kopf hast, findest du hier die wichtigsten Punkte kompakt von der P-J GmbH aufgelistet:  

  1. Ordentliche, neutrale Kleidung wählen
  2. 10–15 Minuten früher losgehen
  3. Notizbuch und Stift einpacken
  4. Handy lautlos stellen
  5. Namen direkt notieren
  6. Ansprechpartner/in klären
  7. Tagesablauf erfragen
  8. Fragen stellen statt raten
  9. Aufgaben kurz zusammenfassen lassen („Habe ich das richtig verstanden…?“)
  10. Pausen- und Essensregeln klären
  11. Wichtige Orte merken (Toilette, Pausenraum, Eingänge)
  12. Fehler offen ansprechen und daraus lernen

Fazit: Du musst nicht glänzen, du musst ankommen 

Der erste Tag ist kein Test, ob du „gut genug“ bist – er ist der Start in etwas Neues. Wenn du freundlich bist, zuhörst, mitschreibst und nachfragst, machst du bereits vieles richtig. Die P-J GmbH begleitet Jugendliche und Auszubildende mit verständlichen Tipps rund um Ausbildung, Alltag und Jugendschutz damit dein Einstieg nicht nur klappt, sondern sich auch gut anfühlt. 

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